Für Großes betenBeispiel

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Durch die Bibel werden wir zu Folgendem aufgefordert: „Zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht so, dass ihr den Begierden verfallt“ (Römer 13,14 LUT). Stattdessen nehmen wir „alles menschliche Denken gefangen und unterstellen es Christus, Dem es gehorchen muss“ (2. Korinther 10,5). Paulus trägt uns auf, unsere Gedanken unter Kontrolle zu bringen, weil wir tatsächlich dazu in der Lage sind. Das Ausdrücken unserer Gefühle ist zwar ein wichtiger Bestandteil von Heilungsprozessen, aber wir dürfen nicht in unseren Emotionen stecken bleiben. Gefühle dürfen das Denken nicht ersetzen. Unsere Gefühle können wir nicht beeinflussen, aber auf unsere Gedanken können wir Einfluss nehmen.
In meinen Jahren als Doktorand hörte ich immer wieder, wie Psychologen folgendes Phänomen in der Forschung über Gehirnfunktionen und Intrusion bestätigten: Sie kamen zu dem Schluss, dass der Mensch tatsächlich zu fünfundneunzig Prozent Kontrolle über seine Gedanken hat. Lass uns davon ausgehen, dass die übrigen fünf Prozent aus geistlichen Kämpfen oder automatischen Reaktionen auf Traumata und Trigger bestehen. Theologie und Psychologie sind sich einig: Wir können den Großteil davon beeinflussen, was wir über unsere Situation, andere Menschen und Gott denken.
Die Frage des Leidens kommt ins Spiel, wenn wir für Großes beten wollen. Aber Schmerz und Leid, sowohl auf persönlicher als auch auf globaler Ebene, haben eine Art, uns bereits zu stoppen, bevor wir überhaupt angefangen haben. Selbst Jesus, der Sohn Gottes, schrie am Kreuz, „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matthäus 27,46). Es scheint also, als sei das Infragestellen von Gottes Gegenwart das Schicksal derjenigen, die Ihm am nächsten sind. Schließlich haben wir als Kinder Gottes Seine Güte gekostet. Wir kennen Seine Macht. Wir leben in Beziehung mit Ihm und so spüren wir vielleicht eher seine vermeintliche Abwesenheit als diejenigen, die das nicht tun.
Nichts erschien gut an Jesu Tod am Kreuz. Die Jünger waren entsetzt, Jesu Mission war gestoppt und Er selbst war tot. Doch dies war die Perspektive am Freitag. Als Jesus am Sonntagmorgen auferstand, verstanden die Menschen endlich, dass dies alles aus einem bestimmten Grund geschehen war. Jesus besiegte den Tod, damit wir ins ewige Leben eintreten können.
Gott erfüllte nicht das Flehen Jesu, „diesen bitteren Kelch des Leidens an Mir vorübergehen“ zu lassen (Lukas 22,42) und Jesus musste „durch Sein Leiden Gehorsam lernen“ (Hebräer 5,8). Inmitten des Leidens zu Gott zu rennen, anstatt von Gott weg, ist keine natürliche Reaktion. Es ist die übernatürliche Reaktion, mit der Gott Seine Kinder ausstattet, wenn wir Kummer, Ungewissheit, Angst und manchmal sogar Satan selbst ins Gesicht sehen.
Bekenne, was dich daran hindert, Gott deine Träume anzuvertrauen. Bitte Ihn um Weisheit und Glauben, damit du der Art und Weise vertrauen kannst, die Er für Seine Antwort wählt.
Die Heilige Schrift
Über diesen Leseplan

Was hält dich davon ab, für Großes zu beten? Julia Jeffress Sadler erzählt ihre Erlebnisse mit Gottes lebensverändernden Antworten auf mutige Gebete. Damit fordert sie dazu heraus, Gott bei Seinem Wort zu nehmen und Ihn wie nie zuvor in Aktion zu erleben. Diese Woche werden wir lernen, mutig zu beten und erwartungsvoll nach Gottes Antworten Ausschau zu halten. Die wahre Seltenheit liegt nicht in Gottes Antworten auf große Gebete sondern in unserem Gebet für Großes.
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