2. PetrusBeispiel

2. Petrus

Tag 2 von 6

Wie viel Wissen braucht ein Christ?

Wie lange braucht man, um die wichtigsten Grundzüge des christlichen Glaubens zu kennen? Vermutlich hat man sie nach einem Jahr in der Gemeinde oder in der Jugendarbeit gehört und verstanden. Was danach kommt, ist meistens nur noch Erinnerung und Auffrischung, aber wenig substanziell Neues. Petrus sieht seine Aufgabe im Erinnern und Wecken (V.13), denn offenbar sind Christen nicht nur geistlich vergesslich, sondern auch schläfrig. Vergesslichkeit und Schläfrigkeit kommen immer da auf, wo Glaube nur als Wissen verwaltet und nicht als Kraft erlebt wird. In Vers 16 erklärt Petrus, was ihn wachhält: Nicht Fabeln und Lehren, sondern der lebendige Jesus selbst, von dem er Augenzeuge war. Und für die, die keine Augenzeugen sind – also für uns – gibt es neben der Bibel das prophetische Wort. Gott redet nicht nur in der Bibel, sondern Er schenkt Seine Weisung auch direkt und bis heute.
Aber Achtung! Die Prophetie ist kein Spielplatz für Profilneurotiker (V.20-21). Das kraftvolle prophetische Wort braucht demütige Träger und Ausrichter. Prophetie speist sich nicht aus dem Wissen dessen, der redet, sondern aus dem Reden Gottes. Nicht unser Wissen macht‘s, sondern immer Gottes Power.
(Gerd Voß)

Die Heilige Schrift

Über diesen Leseplan

2. Petrus

Der 2. Petrusbrief macht Mut, im Glauben nicht stehen zu bleiben, sondern Gott im Alltag immer mehr zu vertrauen und sich von Ihm verändern zu lassen. Gleichzeitig warnt Petrus vor Leuten, die falsche Sachen über Gott erzählen und andere damit vom richtigen Weg abbringen. Am Ende erinnert der Brief daran: Jesus kommt wieder – deshalb lohnt es sich, auf Ihn zu warten und jetzt bewusst, ehrlich und nah an Gott zu leben.

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